Adolf Brütt: Eva und ihre Kinder

Adolf Brütt: Eva und ihre Kinder, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Adolf Brütt: Eva und ihre Kinder (Bronze, 1889, Höhe 160 cm).
Skulpturenpark Schloss Gottorf, Schlossinsel, 24837 Schleswig

Beschreibung

Mit der biblischen Urmutter Eva und ihren Kindern Kain und Abel fing die Geschichte der Menschheit an. Mit deren Darstellung als Bronzestatue fing auch die Karriere des Bildhauers Adolf Brütt an, der fortan mit seinen wirklichkeitsnahen Figuren das Publikum in Deutschland und im Ausland für sich einnehmen konnte. Ein Abguss der Figur steht im Stadtpark Rendsburg.

Im Mittelpunkt stehen das biblische Thema und die handwerklich meisterhafte Darstellung der menschlichen Figuren. Formal ist es zunächst ein klassischer, stehender Frauenakt mit Standbein und Spielbein. Die besondere Note der Bronzeplastik geben die beiden Säuglinge, die in den Armen der Mutter ruhen. Der eine umschlingt den Hals und blickt über die Schulter der Mutter nach hinten, während der andere etwas niedriger auf dem zweiten Arm ruht und nach vorne gewandt ist. Wer die Geschichte der Brüder Kain und Abel vor Augen hat, kann Vermutungen anstellen, ob sich schon jetzt erkennen lässt, wer von beiden später den eigenen Bruder töten wird.

Künstler

Adolf Carl Johannes Brütt wurde am 10. Mai 1855 in Husum geboren. Nach einer Steinbildhauerlehre in Kiel studierte er drei Jahre an der Berliner Kunstakademie. International berühmt wurde er durch seine „Schwerttänzerin“ von 1891–1893, für die er auf der Weltausstellung 1900 in Paris die Goldmedaille erhielt. Er wurde um die Jahrhundertwende zu den bedeutendsten deutschen Bildhauern gezählt und gilt als einer der Hauptvertreter des norddeutschen Realismus. Adolf Brütt starb am 6. November 1939 in Bad Berka/Thüringen. Sein Nachlass wird vom Nordsee Museum Nissenhaus Husum verwaltet.

Galerie

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