Alwin Blaue und Hermann Suhr: Seesoldaten-Denkmal

Alwin Blaue und Hermann Suhr: Seesoldaten-Denkmal, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Alwin Blaue und Hermann Suhr: Seesoldaten-Denkmal (Granit, 1931).
Kiellinie/Bellevue, 24105 Kiel.

Beschreibung

Monumental ist das Seesoldaten-Denkmal, wenn auch einige Nummern kleiner das Marine-Ehrenmal in Laboe, welches in Sichtweite auf dem gegenüber liegenden Ufer der Kieler Förde steht und etwa zeitgleich entstand. Die rund neun Meter hohe Stele aus Granit zeigt vier reliefartig gestaltete und stilisierte Soldaten, die nach vorne auf das Ende der Stele zustürmen. Über ihnen kreist ein Adler. Verschiedene Inschriften sind ebenfalls auf der Stele zu finden, davon am größten der Satz „6000 Seesoldaten gaben ihr Leben für Euch“, auf der Rückseite die Namen der Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs. Später, nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurden weitere Inschriften hinzugefügt, eine für die gefallenen Seesoldaten der Jahre 1852–1914, sowie eine für das „Gedenken der Gefallenen, Vermissten und in Gefangenschaft verstorbenen Soldaten“ aus den Jahren 1939–1945.

Künstler/in

Alwin Blaue wurde am 6. September 1896 in Hamburg geboren. Nach einer Holzbildhauerlehre studierte er 1918–1924 in Hamburg an der Kunstgewerbeschule. Anschließend war er zwei Jahre Meisterschüler bei dem Bildhauer Edwin Scharff in Berlin. 1926–1929 arbeitete Alwin Blaue für die Keramikwerkstätten von Villeroy & Boch in Dänischburg bei Lübeck. Seit 1930 war er als freier Bildhauer in Kiel tätig. 1940 erhielt er Berufsverbot durch die Nationalsozialisten und zog nach Lütjensee in Stormarn. 1949 lockte ihn der Architekt Rudolf Schröder wieder nach Kiel, wo Alwin Blaue zahlreiche Plastiken und Skulpturen als „Kunst am Bau“ schuf. Er starb am 28. November 1958 in Kiel.

Hermann Suhr

Galerie

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