Ben Siebenrock:
Ei-Pad

Ben Siebenrock: Ei-Pad, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2017)

Daten zum Werk

Ben Siebenrock: Ei-Pad (Findling, 2013).
Isarnwohld-Schulzentrum, Süderstraße 74, 24214 Gettorf.

Beschreibung

Ein fetter Fingerabdruck überzieht den fast drei Meter großen Findling auf dem Schulhof in Gettorf. Mit dem hintersinnig-verspielten Titel „Ei-Pad“ spielt Bildhauer Ben Siebenrock damit auf die Touchscreens der allgegenwärtigen Smartphones und Tablets an, die in den meisten Fällen ebenfalls mit Fingerabdrücken überzogen sind. Sie sind aus der modernen Welt nicht mehr wegzudenken und verbinden uns mit dem mehr oder weniger nützlichen Wissen der Welt. Als Medium der Kommunikation sind die technischen Helfer damit fast ebenbürtig geworden zu den realen Orten der Kommunikation – wie den Schulhöfen. Der große Findling bildet mit seiner schieren Größe und Schwere einen wirkungsvollen Kontrast zur oft unverbindlichen virtuellen Welt.

Künstler/in

Ben Siebenrock wurde am 12. November 1951 in Marbach am Neckar geboren. 1972–1977 studierte er an der Fachhochschule für Gestaltung in Kiel bei Jan Koblasa, anschließend 1978–1983 an der Hochschule für Bildende Kunst in Braunschweig bei Emil Cimiotti und war im Abschlussjahr sein Meisterschüler. 1978 arbeitete er mit Siegfried Neuenhausen am Projekt „Bremen-Oslebshausen“ (JVA), war 1980–1981 Leiter der ständigen Bildhauerwerkstatt in der JVA, Bremen-Oslebshausen. Sein Arbeitsgebiet umfasst Bildhauerei, Malerei, Grafik, Zeichnung, Landart, Keramische Objekte für den Innen- und Außenbereich, Skulpturen aus Naturstein, Holz oder Fundstücken u.v.m. Seit 1982 arbeitete er in seinem Atelier im Langseehof in Kiel. Etwa 30 Arbeiten von Ben Siebenrock finden sich im öffentlichen Raum. Mit dem 5,5 m hohen Lichtblick wurde im Frühjahr 2008 der Grundstein für den Steinpark Warder gesetzt, in dem bislang etwa 20 große Skulpturen zu sehen sind. Er starb am 2. Mai 2018 in Kiel.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Galerie

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