Bernhard Heiliger: Baum zwischen zwei Welten

Bernhard Heiliger: Baum zwischen zwei Welten, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2016)

Daten zum Werk

Bernhard Heiliger: Baum zwischen zwei Welten (Stahl, geschmiedet, 1982, Höhe 172 cm).
Skulpturenpark Schloss Gottorf, Schlossinsel, 24837 Schleswig.

Beschreibung

„Baum zwischen zwei Welten“ nannte Bernhard Heiliger seine abstrakte Plastik, doch sowohl der Baum als auch die Welten sind nicht so, wie man sie erwarten würde. Statt eines starken, gesunden und aufrecht stehenden Baumes mit üppiger Krone erinnert die Form eher an ein umgeknicktes Gerippe. Und auch die Kugel, auf der der umgestürzte Baum zum Liegen kommt, ist aufgebrochen. Die düstere Szene hat nur ein hoffnungsvolles Element: eine völlig intakte zweite Kugel, die über dem Elend zu schweben scheint und an neues Wachstum und bessere Zeiten glauben lässt.

Künstler

Bernhard Heiliger wurde am 11. November 1915 in Stettin geboren. 1930–1933 machte er eine Lehre zum Steinbildhauer, danach bis 1936 eine Ausbildung an der Werkschule für gestaltende Arbeiten in Stettin beim Bauhaus-Schüler Kurt Schwerdtfeger. 1938–1941 studierte er an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste in Berlin in der Klasse von Arno Breker und hatte Kontakte zu Richard Scheibe und Wilhelm Gerstel. 1945 ließ er sich in Berlin als freier Bildhauer nieder. 1949–1986 war er Professor an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste in Berlin, berufen von Karl Hofer. Mit seinen Werken war er unter anderem auf der documenta I (1955) und II (1959) in Kassel, der Biennale in Venedig (1956) und der Weltausstellung in Brüssel (1958) vertreten. 1951–1960 war er Vorstandsmitglied des Deutschen Künstlerbundes. Ab den 1960er Jahren wandte er sich zunehmend der abstrakten Kunst zu. Er gilt als einer der bedeutendsten Bildhauer der Nachkriegszeit. Am 25. Oktober 1995 starb Bernhard Heiliger in Berlin. Weitere Informationen (extern): Website der Bernhard-Heiliger-Stiftung

Galerie

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