Bernhard Luginbühl:
Kleiner Zyklop

Bernhard Luginbühl: Kleiner Zyklop, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2018)

Daten zum Werk

Bernhard Luginbühl: Kleiner Zyklop (Eisen, 1967, aufgestellt 1974)
Hamburger Kunsthalle, Glockengießerwall / Ernst-Merck-Straße, 20099 Hamburg (Altstadt)

Beschreibung

Der Ausdruck „Bildhauer“ ist beim Schweizer Künstler Bernhard Luginbühl etwas irreführend, denn für seine Plastik „Kleiner Zyklop“ schweißte und schraubte er gefundene Eisenteile zusammen. Das so konstruierte Gebilde erinnert aber weniger an eine Maschine als an ein skurriles Lebewesen mit einem großen Auge. Ihn interessierte nicht das figürliche oder abstrakte Abbild, sondern das Schaffen neuer Körper durch Verwerten und Zusammenfügen verschiedener Elemente. Das fantasievolle Objekt steht seit 1974 auf dem Platz zwischen der Hamburger Kunsthalle und dem Hauptbahnhof.

Künstler/in

Hans Bernhard Luginbühl wurde am 16. Februar 1929 in Bern geboren. Nach einer Lehre als Bildhauer arbeitete der Schweizer als freischaffender Künstler, geprägt u.a. durch seine Freundschaft mit Jean Tinguely. 1950 und 1956 erhielt er das eidgenössische Kunststipendium und lebte seit 1965 in Mötschwil. Seinen dortigen Arbeitsplatz wandelte er in den Skulpturengarten Luginbühlstiftung um. Als Material setzte er in seinen Plastiken Eisen von Schrottplätzen oder stillgelegten Industrieanlagen ein. Großformatige, bewegliche Kunstobjekte waren sein Markenzeichen. Hans Bernhard Luginbühl war Teilnehmer der documenta II (1964) und documenta 6 (1977) und vertrat die Schweiz bei der Weltausstellung in Montreal (1977). Er starb am 20. Februar 2011 in Langgnau Emmental (Schweiz).

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Galerie

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