Christoph Ruhz:
Lebensweg

Christoph Ruhz: Lebensweg, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2016)

Daten zum Werk

Christoph Ruhz: Lebensweg (Beton, 1984, Höhe ca. 0,9 m)
Hiroshimapark, 24103 Kiel

Beschreibung

Mitte der 1980er Jahre wird die Idee geboren, für ausgewählte Skulpturen von Kunststudierenden der Muthesiusschule in den Grünanlagen der Stadt eine passende Bühne zu bieten und so die Wertschätzung für die junge Künstlergeneration zu zeigen. Zu diesen Arbeiten gehört die Betonskulptur von Christoph Ruhz im Hiroshimapark. Im Rahmen seiner Diplomarbeit zum Thema „Lebensweg“ fertigt er vier Elemente, von denen heute noch zwei erhalten sind. Wie große Findlinge ragen sie mit einer lebhaft zerfurchten Oberfläche aus dem Boden. Sowohl vertikal als auch horizontal sind sie deutlich, aber unregelmäßig gegliedert. Diese wie zufällig wirkende Gliederung lässt sich als grafische Darstellung für die wechselnden Lebensabschnitte mit ihren Höhen und Tiefen im Leben eines Menschen lesen und weckt Assoziationen an statistische Diagramme oder Fieberkurven. Welche prägenden Lebensereignisse hinter den Ausschlägen stehen mögen, überlässt der Künstler der Fantasie des Publikums. 

Künstler/in

Christoph Ruhz wurde 1956 in Reinbek geboren. Er studierte 1978–1984 Bildhauerei und Malerei an der Fachhochschule für Gestaltung in Kiel (Muthesiusschule) bei Georg Weiland, Manfred Sihle-Wissel und Jan Koblasa. Seine zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland ab 1984 geben ein vielfältiges Spektrum seiner künstlerischen Ausdrucksformen wieder, das sich von Bildhauerei über Grafiken und Collagen bis hin zur Malerei erstreckt. Er selbst bezeichnet es als Wechselbeziehung der Malerei und Bildhauerei, die sich in seinem Werk so gegenseitig beeinflussen und inspirieren. So kann er in den Werken seine eigenen Gedanken, Empfindungen und Erinnerungen einbringen, die über die Realität hinausgehen. Christoph Ruhz lebt und arbeitet in Bordesholm.

Galerie

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