Cornelis van Mander: Herkulesstatue

Cornelis van Mander: Herkulesstatue, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2017)

Daten zum Werk

Cornelis van Mander: Herkulesstatue (17. Jahrhundert, Replik 1996).
Barockgarten Schloss Gottorf, Schlossgarten 1, 24837 Schleswig.

Beschreibung

In der Mitte des Herkulesteiches, unterhalb des Gottorfer Barockgartens, findet sich eine fast sechs Meter hohe wasserspeiende Skulpturengruppe, die Herkules mit Löwenumhang und einer zackigen Keule auf der Schulter im Kampf mit der lernäischen Hydra, einem mehrköpfigen Drachen, darstellt. Herkules steht damit allegorisch für den starken und mutigen Herrscher im Kampf gegen das Böse.

Die um 1640 geschaffene Skulptur erinnert in Thema und Ausführung an eine Arbeit des niederländischen Bildhauers Adriaen de Vries (1556–1616), die 1602 in Augsburg entstand. Der Gottorfer Herkules wird jedoch dem ebenfalls niederländischen Bildhauer Cornelis van Mander zugeschrieben, der als Hofbildhauer in Gottorf arbeitete.

Der im 17. Jahrhundert entstandene Barockgarten nördlich der Gottorfer Schlossinsel galt seinerzeit als der wohl bedeutendste Garten Nordeuropas, verlor jedoch ab dem frühen 18. Jahrhundert an Bedeutung. Ab 1993 wurde mit der Wiederherstellung begonnen. Bei der Sanierung des verlandeten Teiches stieß man breitverstreut im Schlamm auf 94 Bruchstücke der verlorengeglaubten Skulptur, aufgrund derer 1996 ein Abguss und daraus eine Replik gefertigt wurde, welche nun den Teich ziert. Einige Originale aus Sandstein, wie Gesicht, Hand und Oberkörper des Herkules oder die Köpfe der Hydra sind im Lampidarium des Landesmuseums dauerhaft präsentiert.

Künstler/in

Cornelis van Mander wurde 1610 in Delft/Niederlande als Sohn des Malers und Gobelinwebers Karel van Mander II. geboren. Als Hofbildhauer arbeitete er im Schloß Gottorf im Auftrag von Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorp (1597–1659). Cornelis van Mander starb 1657.

Galerie

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