Edgar Augustin:
Hockende

Edgar Augustin: Hockende, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2018)

Daten zum Werk

Edgar Augustin: Hockende (Bronze 1967)
Grundschule, Speckenreye 11, 22119 Hamburg (Horn)

Beschreibung

Vor der Grundschule in der Hamburger Speckenreye hockt eine junge Frau – als Bronzeplastik des Bildhauers Edgar Augustin. Der Künstler setzte sich in seinem Werk immer wieder mit dem menschlichen Körper auseinander und zeigte ihn in ganz unterschiedlicher Weise, mal schreitend, mal liegend und hier nun hockend. Viele seiner Figuren sind nackt und zeigen damit den Körper ganz direkt, in einigen Fällen jedoch verschwindet der Körper auch unter Tüchern und Hüllen und erinnert nur noch schemenhaft an echte Menschen. Auf diese Weise konnte Edgar Augustin den Figuren immer neue Facetten abgewinnen.

Die junge, hockende Frau ist eine Figur, die ganz auf sich selbst bezogen ist. Den Blick hat sie vor sich auf den Boden gesenkt, während Arme und Beine, der Oberkörper und der geneigte Kopf eine kompakte Form bilden. Der Blick des Betrachters wird auf die verschiedenen Diagonalen gelenkt, die sich aus der hockenden Haltung ergeben. Dies ist keine stolze, aufrechte Haltung, sondern vielmehr eine fragile und verletzliche. Dieser Eindruck wird durch die rissige Oberfläche der Hautpartien verstärkt.

Künstler/in

Edgar Augustin wurde am 22. November 1936 in Recklinghausen geboren. 1958–1960 studierte er Bildhauerei an der Werkkunstschule Münster. 1960–1965 schloss er ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg bei Gustav Seitz an. 1967–1968 war er Stipendiat der Villa Massimo in Rom. Der menschliche Körper war das zentrale Thema seiner Arbeiten, die sich zwischen sehr detaillierter Darstellung und abstrakten Formen bewegten. Viele seiner Skulpturen sind im öffentlichen Raum in Hamburg zu finden. Am 23. Oktober 1996 starb Edgar Augustin in Hamburg.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Galerie

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