Fritz Schaper:
Lessingdenkmal

Fritz Schaper: Lessingdenkmal, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2018)

Daten zum Werk

Fritz Schaper: Lessingdenkmal (Bronze, 1881)
Gänsemarkt, 20354 Hamburg (Neustadt)

Beschreibung

Bei seiner Enthüllung zum 100. Todestag des Dichters Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781) rief das Denkmal des Bildhauers Fritz Schaper heftige Kritik hervor, denn ein lässig sitzender Dichter wurde als würdelos empfunden. Und so wurde gar eine – erfolglose – Petition zur Änderung eingereicht. Die überlebensgroße Bronzefigur auf einem 2,50 Meter hohen Granitsockel war der siegreiche Entwurf eines Bildhauerwettbewerbs. Die fünf übrigen Arbeiten zeigten Standbilder oder Kolossalbüsten, während Fritz Schaper als einziger ein Sitzbild anfertigte und damit gewann. Die Darstellung ist sehr detailliert und naturnah. Ihren Standort fand das Denkmal auf dem Hamburger Gänsemarkt, nachdem Lessing von 1767 bis 1770 in der Hansestadt lebte und dort als Dramaturg und Berater am neu eröffneten Hamburger Nationaltheater arbeitete.

Künstler/in

Fritz Schaper wurde am 31. Juli 1841 in Alsleben (Saale) geboren. Nach einer Steinmetz-Lehre in Halle ging er zur weiteren Ausbildung 1859 nach Berlin, besuchte dort zwei Jahre die Akademie und machte sich 1867 selbständig. Daneben war er von 1875 bis 1890 als Professor und Leiter des Aktsaales für Bildhauerei an der Akademie der Künste tätig. Er schuf zahlreiche Büsten und Statuen in vielen Orten Deutschlands. Fritz Schaper starb am 29. November 1919 in Berlin.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Galerie

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