Gerhard Brandes: Aufsteigende Form

Gerhard Brandes: Aufsteigende Form, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Gerhard Brandes: Aufsteigende Form (Kupfer auf Messing, 1970).
Fachhochschule Lübeck, Mönkhofer Weg 136–140, 23562 Lübeck. 

Beschreibung

Dreiecke sind „platt“, dehnen sich also nur in der Fläche aus, nicht aber im Raum. Sobald man aber mehrere Dreiecke hat, kann man diese räumlich anordnen, drehen, kippen, verkanten und auf diese Weise eine komplexe Figur erschaffen.

Diesem Grundgedanken folgend, schuf Gerhard Brandes seine „Aufsteigende Form“. Dabei ordnete er die einzelnen Elemente so an, dass sie auf kleiner Fläche stehen und von dort aus nach oben hin immer weiter in den Raum reichen. Durch die Überlagerungen der Flächen und die kreuzenden Linien entsteht dabei eine Figur mit sehr lebendiger, kraftvoller Wirkung. Die Oberflächen der Elemente sind fächerartig gemasert und erinnern damit an die Blätter einer Pflanze. Im Zusammenspiel mit der sich in den Raum ausbreitenden Form ist die Skulptur ein Sinnbild für Wachstum und Fortschritt.

Das Kunstwerk geht von technisch-konstruktiven Ansätzen aus, indem es geometrische Formen als Grundlage nimmt und diese kombiniert. Es bildet nicht unmittelbar Pflanzen ab, spielt aber mit deren Formen und Strukturen.

Künstler/in

Gerhard Brandes wurde 1923 in Frankfurt/Oder geboren. Nach dem Studium in Berlin und Wien ließ er sich nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Hamburg nieder und studierte dort an der Hochschule für Bildende Künste. Seit 1950 war er als freischaffender Künstler tätig. Er starb 2013 in Hamburg.

Galerie

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