Gerhard Hurte: Kunst und Sport

Gerhard Hurte: Kunst und Sport, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Wandrelief von Gerhard Hurte: Kunst und Sport (1965, Keramik).
Uwe-Jens-Lornsen-Schule Hammer, Speckenbeker Weg 71, 24113 Kiel.

Beschreibung

An der Fassade der Turnhalle an der Uwe-Jens-Lornsen-Schule in Kiel-Hammer hängt ein farbiges Relief aus Keramik, geschaffen vom Bildhauer Gerhard Hurte. Das unregelmäßig geformte Relief hat eine Höhe von etwa viereinhalb Metern und ist ebenso breit. Es setzt sich als Mosaik aus einer Vielzahl farbiger Keramikfliesen zusammen und hat eine abstrakte Bildsprache, ergänzt durch drei stilisierten Figuren. Bei den Figuren handelt es sich um drei Läufer, die wohl in einem sportlichen Wettkampf sind. Mehr zu erahnen als zu erkennen sind eine Harfe und eine Form, die an eine Maske erinnert.

Das Mosaik ist mehrfarbig ausgeführt. Es dominiert ein leuchtender Blauton, in dem die wichtigsten Elemente der Abbildung gehalten sind. Umgeben wird die Figur von Fliesen in mehreren gedeckten, hellen Farben wie rot, grün und orange. Die Bildsprache ist lebhaft und dynamisch. Das ganze Relief hat einen Umriss, der sich an den dargestellten Elementen orientiert. Farben und Formen wirken organisch und widersetzen sich der strengen Geometrie. Damit kann das Kunstwerk als Ausdruck des freien, menschlichen Geistes gesehen werden, der sich nicht von Normen einengen lassen will.

Künstler/in

Gerhard Hurte wurde am 19. August 1906 in Emstal (damals: Schwina) in Brandenburg geboren. Er machte seine Tischlergesellenprüfung und studierte anschließend an der Kunstakademie Berlin-Charlottenburg mit den Schwerpunkten Wand- und Glasmalerei, Architektur, Farben- und Maltechnik. 1951–1961 schuf er in der DDR zahlreiche Mosaike für Säulen, Wände und Brunnen. Beruflich war Hurte als Mitarbeiter im Landesamt für Denkmalpflege in Dresden tätig und vorwiegend mit Restaurierungen in Kirchen und historischen Gebäuden in Sachsen beauftragt. Am 12. August 1961 verließ die Familie die DDR und lebte von dort an in Eutin. Dort begann eine neue Arbeitsphase mit Restaurierungen, Kunst am Bau und Keramiken. Zu seinen Werken zählen Wandfriese in verschiedenen Schulen Kiels und Arbeiten in Plön, Fleckeby, Ratekau, Eutin und Seeretz. Gerhard Hurte starb am 6. Oktober 1976 in Eutin.

Galerie

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