Hans-Heinrich Kempcke: Der Dorfschmied

Hans-Heinrich Kempcke: Der Dorfschmied, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2017)

Daten zum Werk

Hans-Heinrich Kempcke: Der Dorfschmied (Bronze, 1997).
Ochsenzoller Straße / Europaallee, 22850 Norderstedt.

Beschreibung

Der „Dorfschmied“ irritiert, denn vor dem Einkaufszentrum mitten in der Stadt wirkt er wie ein Fremdkörper und ein Relikt vergangener Zeiten. Die Bronzeplastik von Bildhauer Hans-Heinrich Kempcke will auch genau dies: die eifrigen Passanten für einen kurzen Moment zum Innehalten anregen. Er gibt eine Ahnung davon, wie sehr sich das Leben über die Jahrzehnte verändert hat. Die kräftigen Statur und das harte Material sind Zeugen der mühevollen Arbeit, die seinen Alltag bestimmte. Die grobe, ein wenig vereinfachte Darstellung der Figur passt gut zum Inhalt, denn hier waren Kraft und Ausdauer gefragt.

Künstler/in

Hans-Heinrich Kempcke wurde am 16. August 1926 in Lübeck geboren. Er lernte bei einem Lübecker Steinbildhauer die Grundzüge der Bildhauer. 1954–1957 studierte er Architektur. Sein Lebenslauf verlief mit Flugzeugbauer, Dozent, Schriftsteller, Kriminalbeamter und Architektur sehr wechselhaft. Zusätzlich machte er eine Metalllehre zum Erwerb der als Bildhauer erforderlichen Techniken des Schmiedens, Metallgießens und Fräsens. Damit war er in der Lage, kleinformatige Werke im Wachsausschmelzverfahren selber zu erstellen. Kontakte zu Bildhauern wie Bildhauer Peter Luksch in Hamburg oder auch zu den dänischen Künstlern Christensen, Wild und Westergard inspirierten seine künstlerische Arbeit. Zu seinen bevorzugten Motiven gehörten Tiere und Menschengruppen, teilweise in einer geschlossenen Form, teilweise auch sehr dynamisch. 1998 erhielt er (als erster Preisträger überhaupt) den Kulturpreis der Gertraud und Heinz Manke Stiftung in Henstedt-Ulzburg. Am 18. April 2002 starb Hans-Heinrich Kempcke in Henstedt-Ulzburg.

Galerie

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