Hans Joachim Frielinghaus:
Hand

Hans Joachim Frielinghaus: Hand, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2018)

Daten zum Werk

Hans Joachim Frielinghaus: Hand (Bronze, 1982)
Skulpturenhof Mümmelmannsberg, Kandinskyallee, 22115 Hamburg (Billstedt)

Beschreibung

Eine überdimensionale Hand aus Bronze scheint aus dem Granitsockel im Skulpturenhof Mümmelmannsberg zu wachsen. Für den Bildhauer Hans Joachim Frielinghaus ist der Sockel nicht nur die Stütze, sondern ein Teil des Kunstwerkes, verschmilzt mit ihm und trägt dazu bei, eine abstrakte Form zu gestalten. So sieht man als Betrachter nicht nur das Bild einer Hand, sondern eine lebendige Form, die in den Raum hineingreift und diesen in Besitz nimmt. Mit jedem Schritt um die Plastik herum scheint sie in Bewegung zu geraten und entfaltet ihre Dynamik. Zudem steht sie in Wechselwirkung mit ihrer Umgebung: So scheint sie das eine Mal fast in die weibliche Brust (von Gustav Seitz) zu kneifen, das andere mal die drei Bögen (von Karl August Ohrt) zum Einsturz zu bringen.

Ein weiteres Kennzeichen dieser Arbeit ist es, dass sie den aufwändigen Arbeitsprozess noch sichtbar nachvollziehbar macht. Denn die Nähte der Wachplatten und Formstücke aus dem Modell bleiben auch in der späteren Form erhalten und werden nicht durch nachträgliche Bearbeitung geglättet.

Künstler/in

Hans-Joachim Frielinghaus wurde 1937 in Stettin geboren. Nach einem Studium der Philosophie studierte er 1967–1970 an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg bei Gustav Seitz. 1970–1971 studierte er am Royal College of Art in London. 1976–1977 erhielt er ein Stipendium für die Villa Massimo in Rom. Hans Joachim Frielinghaus lebt und arbeitet als Designer und Bildhauer in Hamburg. Plastische Arbeiten von ihm finden sich vor allem im Hamburger Raum, darunter an der Universität.

Galerie

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