Hans Wimmer: Desdemona

Hans Wimmer: Desdemona, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Hans Wimmer: Desdemona (Bronze, 1976, Höhe 50 cm).
Skulpturenpark Schloss Gottorf, Schlossinsel, 24837 Schleswig. 

Beschreibung

Seine Bronzeplastik „Desdemona“ schuf Bildhauer Hans Wimmer in der Tradition des „ruhenden weiblichen Akts“. Anders als viele seiner Kollegen, blieb der Künstler nach dem Zweiten Weltkrieg der figürlichen Darstellung treu und griff dabei oft auf Themen der Antike und der Klassischen Moderne zurück. In seiner Plastik zeigt er nur den gestreckten Körper, nicht jedoch das Kanapee mit den weichen Kissen, auf dem die Figur wohl ruht. Auf diese Weise erhält der Frauenkörper eine besondere Spannung und scheint beinahe zu schweben. Im Skulpturenpark lädt wenige Meter entfernt die „Flensburger Venus“ von Gustav Seitz zum direkten Vergleich ein.

Künstler

Hans Wimmer wurde am 19. März 1907 in Pfarrkirchen/Bayern geboren. Nach einer Ausbildung an der TH München zum Zeichenlehrer studierte er 1928–1935 an der Akademie der Freien Künste in München und hatte anschließend Studienaufenthalte in Paris unter anderem bei Arestide Maillol. 1940 hatte er einen Aufenthalt in der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo. 1949–1972 war er Professor für Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Er nahm unter anderem an der documenta I (1955) in Kassel und an der Biennale in Venedig (1958) teil. Zwischen 1952 und 1966 nahm er als Ordentliches Mitglied des Deutschen Künstlerbundes an sieben großen DKB-Jahresausstellungen teil. Am 31. August 1992 starb Hans Wimmer in München. Sein Atelier mitsamt einem Großteil der Originalgipse sind im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte auf Schloss Gottorf dauerhaft ausgestellt. Weitere Informationen (extern): Atelier Wimmer auf Schloss Gottorf

Galerie

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