HD Schrader:
Zeichen im Raum

HD Schrader: Zeichen im Raum, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2018)

Daten zum Werk

HD Schrader: Zeichen im Raum (Edelstahl, 1978)
Am Mühlenbach 6, 22115 Hamburg (Billstedt)

Beschreibung

Umgeben von langgestreckten Wohnblocks steht ein Objekt aus mattglänzendem Edelstahl, das streng geometrisch konstruiert ist. Das „Zeichen im Raum“ vom Bildhauer HD Schrader ist ein geschicktes Spiel mit den Perspektiven und der Mathematik: Das Gebilde besteht aus vier sogenannten Parallelepipeden, die miteinander verbunden sind. Ein Parallelepiped kann man sich als einen Quader vorstellen, bei dem die Flächen gegeneinander verschoben wurden, sodass jeweils zwei gegenüberliegende Flächen deckungsgleich und parallel sind. In der Kombination dieser Raumkörper entstand eine Figur, die mit jeder Änderung des Blickwinkels eine starke Dynamik entfaltet. Unterstrichen wird die Wirkung durch die wechselnden Spiegelungen von Licht und Schatten auf den geneigten Flächen.

Künstler/in

HD Schrader (Hans-Dieter Schrader) wurde 1945 in Bad Klosterlausnitz in Thüringen geboren. Er studierte 1963–1965 am San Francisco Art Institute in den USA und 1965–1969 an der damaligen Werkkunstschule Hamburg konstruktives Gestalten bei Max Hermann Mahlmann. 1972 war er Mitbegründer der Künstlergruppe „IAFKG“ (International Workgroup for Constructive Art) in Antwerpen zu der u. a. die Künstler Ewerdt Hilgemann, Richard Paul Lohse, Marcello Morandini oder François Morellet gehörten. Gestartet mit einer Ausstellung zur Werkgruppe „Quadratreihungen“ in Bonn 1969 folgten Ausstellungen und Aufträge in Deutschland und weltweit. Seine visionären Vorstellungen, ausgehend vom zweidimensionalen Dreieck, Quadrat, Rechteck hin zu dreidimensionalen Körper gleich- oder verschiedenseitiger Würfel (Kuben) heben die Grenzen von Malerei und Grafik hin zur Plastik auf, stellen aber gleichzeitig im Inneren mathematisch gleichmäßige- und ungleichmäßige Konstrukte dar. Die signalrote Farbe seiner großdimensionalen Hohlkörper aus Stahl, bilden dabei einen aufmerksamkeitswirkenden Blickfang aber ausgeglichenen Kontrast zum Wechselspiel von Fläche und Raum im Spannungsfeld zum Idealkörper des Kubus dar. Seine Arbeiten werden der konstruktiv-konkreten Kunst zugerechnet. Hans Dieter Schrader lebt und arbeitet in Hamburg und auf Eiderstedt.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Galerie

(Bilder anklicken für Großansicht)