Heinrich Schwarz:
Zwei Bronzestelen

Heinrich Schwarz: Zwei Bronzestelen, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Heinrich Schwarz: Zwei Bronzestelen (Bronze, 1973, Höhe je 195 cm)
Skulpturenpark Schloss Gottorf, Schlossinsel, 24837 Schleswig

Leihgabe aus dem Nachlass des Künstlers

Beschreibung

Im Skulpturenpark stehen rechts und links des Weges vor einem Torbogen zwei schlanke Bronzestelen des Bildhauers Heinrich Schwarz. Die Grundform beider Stelen ist die eines aufrecht stehenden Quaders, doch sind die Oberflächen so intensiv modelliert, dass es wirkt, als wären die Figuren in lebhafter Bewegung. Die Körper sind geprägt durch beständige und unregelmäßige Wechsel von Positiv- und Negativformen, die im freien und experimentellen Umgang mit dem Ausgangsmaterial entstanden sind. Der Künstler macht die Arbeitsspuren selbst zum Thema der Arbeit. Entstanden ist ein Spiel der Kontraste, das sich harmonisch in die Umgebung der historischen Architektur einfügt.

Künstler/in

Heinrich Schwarz wurde am 19. Dezember 1903 in Berlin geboren. 1922 begann er ein Studium an der Staatlichen Kunstschule Berlin bei dem Expressionisten Georg Tappert, wechselte jedoch schon ein Jahr später vor allem auf Wunsch des Vaters und studierte Jura. Er beschäftigte sich weiterhin mit der bildenden Kunst und arbeitete unter anderem mit Otto Dix, Wassily Kandinsky, Gerhard Marcks und Karl Schmidt-Rottluff zusammen. Als er an Tuberkulose erkrankte, wurde er 1948 aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand versetzt und konnte sich ganz seiner Kunst widmen. 1965–1969 war Heinrich Schwarz Vorsitzender des BBK in Nordwestdeutschland. Sein Werkverzeichnis führt mehr als 3.000 Kunstwerke auf, die überwiegend dem Expressiven Realismus zugewiesen werden. Heinrich Schwarz starb am 9. November 1977 in Oldenburg.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Galerie

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