Hermann Göpfert und Johannes Peter Hölzinger:
Wasserobjekt

Hermann Goepfert und Johannes Peter Hölzinger: Wasserobjekt, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Hermann Goepfert und Johannes Peter Hölzinger: Wasserobjekt (Edelstahl, 1977). 
Uni Kiel, Sportforum Olshausenstraße, 24118 Kiel.

Beschreibung

Das Wasserobjekt im Teich am Uni-Sportforum ist die künstlerische Umsetzung der Aufgabe, Sauerstoff ins Gewässer zu bringen. Die beiden Künstler schufen hierfür eine Installation in Form einer zwölfeinhalb Meter hohen, sehr schlanken Stele, die in regelmäßigen Abständen waagerecht durch Metallplatten gegliedert ist. Aus dem Teich wird Wasser ganz nach oben gepumpt, das dann entlang der Stele nach unten fließt und dabei auf die Metallplatten trifft. So kommt es zu Störungen im linearen Fluss, die vom Ufer des Teichs aus gut zu beobachten sind.

Künstler/in

Hermann Göpfert wurde am 5. November 1926 in Bad Nauheim geboren. 1947 begann er eine Ausbildung zum Künstler mit Abendkursen bei Theo Garvé an der Frankfurter Städelschule welches er 1951–1958 mit einem Studium u. a. als Meisterschüler von Albert Burkart fortsetzte. 1958 war er Mitbegründer der „Frankfurter Gruppe“. Nachdem er in den 1960er und 1970er Jahren als Dozent an der Kunsthochschule Kassel und an der Städelschule in Frankfurt am Main unterrichtete, ließ er sich 1971 endgültig in Antwerpen nieder. Stilistisch spielten dabei die persönlichen Kontakte zu den Quadriga- und ZERO Künstlern, so auch für seine „Rot Bilder“ und „Schwarzbilder“, eine wichtige Rolle. Er fertigte zahlreiche Objekte mit Schwerpunkten wie Raum, Bewegung, Licht, Reflexionen und zählt zu den Vertretern der Kinetik und Abstraktion der Nachkriegszeit. Hermann Göpfert lebte in Frankfurt am Main und nach 1971 in Antwerpen, wo er am 4. Februar 1982 starb.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Johannes Peter Hölzinger wurde 1936 in Bad Nauheim geboren. Der Architekt, Bildhauer und Künstler absolvierte 1954–1957 ein Architekturstudium an der Städelschule in Frankfurt/Main. 1963–1964 erhielt er ein Stipendium für die Deutsche Akademie Villa Massimo in Rom. Nach dem Studium arbeitete er 1965–1982 in einer „Planungsgemeinschaft für neue Formen der Umwelt“ mit dem Zero-Künstler Hermann Goepfert, mit dem er zusammen u. a. den Karlsruher Schlossgarten einschließlich des Seerestaurants an der Bundesgartenschau 1967 sowie das „Licht-Wasser-Objekt“ im ZDF Sendezentrum in Mainz schuf. 1984 war er Gastdozent an der University of Malta sowie 1991–2002 Professor an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg für „dreidimensionales Gestalten“ und „Kunst und öffentlicher Raum. 2011 schenkte Hölzinger dem Deutschen Museum in Frankfurt am Main sein Werkarchiv mit 100 Modellen und mehr als 200 Zeichnungen. Johannes Peter Hölzinger lebt in Bad Nauheim.

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Galerie

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