Jan Jastram: Offene Stelen

Jan Jastram: Offene Stelen, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Jan Jastram: Offene Stelen (Eichenholz).
Gerichtshaus, Am Burgfeld 7, 23568 Lübeck.

Beschreibung

Sie sind in Reih‘ und Glied aufgestellt, und doch strahlen die sechs sichtbar gealterten Bohlen aus Eichenholz bis ins Detail Individualität aus. Es fängt bei den Umrissen der hoch aufragenden Figuren an, die unregelmäßig geschnitten sind. Auch wachsen sie nicht gerade noch oben, sondern wölben und neigen sich ganz unterschiedlich. Die Oberflächen wurden einzeln bearbeitet und zeigen nun vielfältige Spuren der Formung und der Alterung. Die sechs Bohlen erinnern an sechs menschliche Figuren, aufrecht und mit eigener Geschichte. Ihr Standort, der Eingang zum Gerichtshaus, verleiht dem Kunstwerk eine zusätzliche Note: Er gemahnt die Rechtsprechung zur Berücksichtigung der individuellen Lebensläufe und Umstände der Menschen, um die es bei allen Entscheidungen geht.

Künstler/in

Jan Jastram wurde am 18. Oktober 1958 in Rostock geboren. Er wuchs in einem künstlerisch geprägten Elternhaus auf: Seine Eltern waren die Malerin und Grafikerin Inge Jastram und der Bildhauer Jo Jastram, seine Geschwister sind der Bildhauer Michael Jastram und die Keramikerin Susanne Rast. Nach einem nicht beendeten Architekturstudium und einer Lehre als Tischler und Drechsler nahm er 1984 ein Studium als Holzbildhauer an der Fachschule für Angewandte Kunst in Schneeberg auf. Seit 1987 ist er freischaffender Bildhauer, zunächst in Ahrenshoop, danach in Schwerin. Heute lebt und arbeitet er in Stralsund.

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Galerie

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