Jan Koblasa: Tempel

Jan Koblasa: Tempel, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2017)

Daten zum Werk

Jan Koblasa: Tempel (Stein, Stahl, 1982–1989, Höhe 485 cm).
Skulpturenpark Schloss Gottorf, Schlossinsel, 24837 Schleswig.

Beschreibung

Acht schlanke und hohe, unregelmäßig geformte Stelen aus rostrotem Stahl umgrenzen einen elliptischen, noch oben offenen Innenraum. Die Stelen stehen so weit auseinander, dass der Zutritt problemlos möglich ist, und doch erscheint der Raum klar gegen die Umgebung abgegrenzt und wirkt als schützende Wand. Im Gegensatz dazu bilden zwei niedrigere Steinblöcke vor dem Raum ein Eingangstor, stehen jedoch so eng beeinander, dass ein Zutritt nicht möglich ist. Die Skulptur des Bildhauers Jan Koblasa setzt der Schwere und Massivität der beiden Steine die luftige und spirituelle Leichtigkeit der nach oben weisenden Stelen entgegen.

Künstler

Jan Koblasa wurde am 5. Oktober 1932 im tschechischen Tabor geboren. Er studierte 1952–1958 an der Akademie der Bildenden Künste in Prag. 1969 floh er über Mailand nach Kiel, wo er an der Muthesius-Schule die Bildhauerklasse begründete, die er bis 1997 leitete. 1995 war er Gast der Deutschen Akademie Villa Massimo, Rom. Seit Beginn der 1960er Jahre war er an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland beteiligt. Viele seiner oft politisch oder religiös motivierten Arbeiten finden sich in Kiel und in anderen Orten des In- und Auslandes, darunter mehr als 30 Museen und Sammlungen. Zuletzt lebte er in Hamburg, wo er am 3. Oktober 2017 starb.

Galerie

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