Jörg Plickat:
Tastmal

Jörg Plickat: Tastmal, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Jörg Plickat: Tastmal Kiel Hauptbahnhof, (Bronze, 2004).
Hauptbahnhof, 24103 Kiel.

Beschreibung

Eine Stele aus vier übereinander gestapelten Würfeln mit stark plastisch gestalteten Oberflächen steht mitten im Kieler Hauptbahnhof und lädt zum Erkunden ein. Auf dem ersten Blick fallen die vier Buchstaben K – I – E – L auf, die als Hohlräume in die jeweiligen Würfel eingelassen sind und gleich auf den Inhalt der Stele verweisen: Es bietet umfassende Informationen zur Landeshauptstadt, zu seiner Geschichte und zur Einbindung in den Ostseeraum. Verschiedene Karten mit Seerouten, Bahnlinien und Wasserstraßen sind ebenfalls stark plastisch ausgebildet. Das Tast- und Informationsmal  entstand in Zusammenarbeit mit dem Blinden- und Sehbehindertenverband und verbindet haptische und optische Reize zu einer eigenen Ästhetik.

Künstler/in

Jörg Plickat wurde 1954 in Hamburg geboren. Er studierte Bildhauerei an der Muthesiusschule in Kiel bei Jan Koblasa, Georg Weiland und Manfred Sihle-Wissel. Seine erste Ausstellung hatte er 1979 in der Werkstatt Maulwurf in Kiel. Er war auf zahlreichen europäischen Kunstmessen und auf über 250 Ausstellungen weltweit vertreten. 2012 erhielt er den Kunstpreis der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft. Mehr als 60 überwiegend monumentale und raumgreifende Arbeiten finden sich im öffentlichen Raum und in Kirchen im norddeutschen Raum und an vielen Orten im Ausland. 2011 war er als erster nichtchinesischer Lehrer an zwei hochrangigen Akademien in Peking und Hangzhou tätig. Waren in den 80er Jahren seine bevorzugten Materialien noch Holz und später Naturstein bei überwiegend figürlichen Motiven, arbeitet er seit den 90er Jahren in seinen kubistisch reduziertem und dennoch menschlichen proportionalen Formen in Bronze und Corten-Stahl. 2015 erhielt er mit dem Macquarie Preis Australiens höchsten Preis für Bildhauerei sowie 2017 den NordArt-Preis. In 2013 eröffnete Jörg Plickat seinen eigenen Skulpturenpark „Koppel der Künste“ in Bredenbek, wo er seit 1980 lebt und arbeitet.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

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Galerie

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