Johannes Ufer:
Sonnenuhr

Johannes Ufer: Sonnenuhr, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2018)

Daten zum Werk

Johannes Ufer: Sonnenuhr (Beton, Metall 1977)
Lietbargredder 17-23, 22115 Hamburg (Billstedt)

Beschreibung

Auf einem kleinen Sockel thront ein helles Element, das an eine Mondsichel erinnert. Tatsächlich müsste es eher eine „Sonnensichel“ sein, denn bei der Skulptur in Hamburg-Billstedt handelt es sich um eine Sonnenuhr, die der Bildhauer Johannes Ufer in den 1970er Jahren schuf. Die nach oben ragende, metallisch verkleidete Spitze wirft bei Sonnenschein ihren Schatten auf die polierte Fläche und zeigt damit die fortschreitende Zeit an.

Sonnenuhren in vielfältiger Ausgestaltung sind ein beliebtes Thema bei Bildhauern. Über die reine Ästhetik von Form und Material hinaus, trägt die Skulptur den Gedanken des Wandels in Form des wechselnden Schattenspiels in sich und zeigt damit bildlich den eigentlich unsichtbaren Ablauf von Zeit.

Künstler/in

Johannes Ufer wurde am 30. April 1912 in Essen geboren. Nach einer Malerlehre (1926) war er 1928 Theatermaler und besuchte 1929–1933 die Hochschule für angewandte Kunst in Berlin. 1937–1940 emigrierte er nach Kopenhagen. Nach 1945 war er als freischaffender Künstler in Hamburg tätig. Für Arbeiten zu Kunst am Bau in Hamburg entwickelte er ein Farbschema, nach dem die Häuser auf Helgoland und die Hamburger Siedlung Neuwiedenthal gestaltet wurden. Seit 1948 war Dozent für Raum- und Flächenkunst am „Baukreis“. Seit 1950 hatte der Maler und Zeichner einen Lehrauftrag für Freihandzeichnen. Ab 1952 erarbeitete er Objekte für die Industrie und Baugenossenschaft. Ab 1955 erhielt er einen Auftrag für die Farbgestaltung neuer Häuser in Helgoland, die er bis in die 1980 Jahre in der praktischen Bauwirtschaft der Insel umsetzte. Er starb am 4. Januar 1987 in Hamburg.

Galerie

(Bilder anklicken für Großansicht)