Karl August Ohrt:
Drei Bögen

Karl August Ohrt: Drei Bögen, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2018)

Daten zum Werk

Karl August Ohrt: Drei Bögen (Bronze verzinkt, Sandguss, 1971, Höhe 110 cm)
Skulpturenhof Mümmelmannsberg, Kandinskyallee, 22115 Hamburg (Billstedt)

Beschreibung

Wie getürmte Bauklötze sind die drei bogenförmigen Elemente übereinander angeordnet. Doch es ist kein stabiler Turm entstanden, sondern eine Konstruktion, die aussieht, als würde sie beinahe einstürzen. Der unterste Block steht noch fest und stabil, der nächste ist bereits verdreht und wirkt weniger schwer und der dritte schließlich hält sich gerade noch im labilen Gleichgewicht, während er in der Mitte zu brechen scheint. Die einfachen Grundformen kombinierte der Bildhauer Karl August Ohrt zu einer dynamischen und spannungsreichen Arbeit. Die drei Bögen finden sich im Skulpturenhof Mümmelmannsberg sowie in einer zweiten Ausführung im Skulpturenpark Nortorf.

Künstler/in

Karl August Ohrt wurde am 20. Februar 1902 in Schönwalde bei Eutin geboren. Zunächst wurde er Landwirt. Mit 21 Jahren besuchte er die Klasse des Malers Julius Wohlers an der Landeskunstschule am Lerchenfeld. 1931–1932 absolvierte er zwei Semester Bildhauerei bei Richard Luksch, blieb aber weitgehend Autodidakt. Seine erste größere Plastik „Tanzende Mädchen“ wurde 1935 in Hamburg aufgestellt, aber später von den Nationalsozialisten als entartet eingestuft. Nach dem Krieg wurde sie wieder am alten Standort im Stadtpark aufgestellt. Mehrere Arbeiten von ihm stehen im Hamburger Raum. Am 5. Oktober 1993 starb Karl August Ohrt in Hamburg.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Galerie

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