Karl Prantl:
Stein zur Meditation

Karl Prantl: Stein zur Meditation, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Karl Prantl: Stein zur Meditation (Labradorgranit, 1986).
Skulpturengarten der Kunsthalle, Düsternbrooker Weg 1, 24105 Kiel.

Beschreibung

Mehr Ruhe und Ordnung geht kaum: Einen Block aus schwarz glitzerndem Labradorgranit schliff und polierte Karl Prantl zu einem perfekten, glatt-glänzenden Würfel mit einer Kantenlänge von 1,40 Metern. Die strenge und geometrische Form inmitten der Parklandschaft wirkt zwar harmonisch, aber doch auch als eindeutiger Fremdkörper, und illustriert damit genau dieses doppelte Streben der Menschen: einerseits das Leben im Einklang mit der Natur, andererseits der Wunsch, die Welt nach eigenen Wünschen zu formen.

Künstler/in

Karl Prantl wurde 1923 in Pöttsching in Österreich geboren. Er studierte 1946–1952 Malerei mit Diplomabschluss an der Akademie der bildenden Künste in Wien in der Klasse von Albert Paris Gütersloh. Seit 1950 wendete er sich der Bildhauerei zu und siedelte 1953 nach Wien, wo er sich der Künstlergruppe „Der Kreis“ anschloss. Erstmals ab 1959 arbeitete er im Steinbruch von St. Margarethen im Burgenland. Hier konnte er seine Idee als Begründer von Bildhauer-Symposien mit elf Kollegen aus acht Nationen erstmals erfolgreich umsetzen und war damit Vorbild für zahlreiche folgende Steinbildhauer-Symposien in Europa, in Amerika und Asien. 1986 war er Teilnehmer der Biennale in Venedig. 2008 erhielt er den Großen Österreichischen Staatspreis für Bildende Kunst. Karl Prantl hatte Ausstellungen in aller Welt und lebte bis zu seinem Tod am 8. Oktober 2010 in Pöttsching.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Galerie

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