Karlheinz Goedtke:
Nereide

Karlheinz Goedtke: Nereide, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Karlheinz Goedtke: Nereide (Bronze, 1985, Höhe 133 cm)
Skulpturenpark Schloss Gottorf, Schlossinsel, 24837 Schleswig

Erworben durch das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte

Beschreibung

Nereïden sind Nymphen des Meeres und Figuren der griechischen Mythologie. Der Bildhauer Karlheinz Goedtke präsentiert eine einzelne Nymphe, die auf einem niedrigen Sockel sitzt. Diese Darstellung weicht von der üblichen Form ab, in der die Nereïden meistens als muntere Wasserwesen gezeigt werden. Seine Bronzeplastik, die im Skulpturenpark am Rand des Burgsees aufgestellt ist, stellt die Körperhaltung der jungen Frau in den Mittelpunkt: Auf dem gestreckten rechten Bein lagert das angewinkelte linke Bein. Der linke Arm ruht auf dem Knie und der rechte Arm wiederum stützt sich auf den linken Unterarm. Der Kopf der Frau stützt sich auf die rechte Hand. Die entstehenden Linien und Winkel bringen den ganzen Körper in eine harmonisch ausbalancierte Spannung. 

Künstler/in

Karlheinz Goedtke wurde am 15. April 1915 in Kattowitz/Oberschlesien geboren und wuchs in Breslau auf. 1931–1936 studierte er an der Werkkunstschule in Stettin beim Bauhaus-Schüler Kurt Schwerdtfeger. 1938–1940 studierte er an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin. Seit 1945 arbeitete er als freier Künstler in Ratzeburg. Sein erster öffentlicher und überregional beachteter Auftrag war 1950 die Plastik des Till Eulenspiegel für Mölln. Ein Jahr später zog er auch in diese Stadt. Eine Vielzahl von Preisen und Auszeichnungen würdigten sein Werk, so u.a. der Cornelius-Preis der Stadt Düsseldorf (1954), den Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen (1988) oder der Kulturpreis des Herzogtums Lauenburg (1993). Im öffentlichen Raum in Schleswig-Holstein finden sich viele seiner über 200 Großplastiken, aber auch im übrigen Bundesgebiet und im Ausland ist er vertreten. Am 23. August 1995 starb Karlheinz Goedtke in Mölln.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Galerie

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