Kleine Kaskadenanlage

Kleine Kaskadenanlage, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2017)

Daten zum Werk

Verschiedene Künstler: Kleine Kaskadenanlage (um 1690)
Neuwerkgarten, Schloss Gottorf, Schlossinsel 1, 24837 Schleswig

Beschreibung

Die sogenannte „kleine Kaskade“ im Gottorfer Neuwerkgarten wurde in den 1690er Jahren von Herzog Christian Albrecht in Auftrag gegeben. So erhielten die barocke Kaskade wie auch die weiteren Bildhauerarbeiten (Muschelbecken, Delphine, Muschel und Schneckengebinde sowie ein reitender Triton) in den Jahren 1690–1694 klassische Anpassungen durch den Kieler Bildhauer Theodor Allers (gestorben 1704). Der ab 1689 zum (letzten) offiziellen Bild- und Steinbildhauer von Gottorf ernannte Allers war auch Schöpfer des Portals der Südfassade von Schloß Gottorf, die 1699 vollendet wurde.

Zur Zeit des dänischen Statthalters Karl von Hessen (1744–1836) wurde ein Teil des Gottorfer Barockgartens in einen öffentlichen Park verwandelt. Der heutige Delphinschmuck der Wassertreppe ist eine Kopie des Eutiner Bildhauers Johann Georg Moser (1713–1780). Das ursprünglich am Kopfende errichtete Nymphäum wurde 1834 durch einen klassischen Antentempel nach Entwürfen des Bauinspektors W. F. Meyer ersetzt. Im achteckigen Bassin vor der Kaskade wurde damals eine Eisengussschale der Büdelsdorfer  Carlshütte aufgestellt. Mit einer vergoldeten Krone als Mittelfontäne und 16 grün gefassten Bleifröschen, von denen seitliche Springstrahlen ausgingen, bilden sich die Wasserspeier.

Künstler/in

Johann Georg Moser wurde um 1713/14 geboren. Er war Bildhauer und Stukkateur und starb 1780.

Galerie

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