Per Kirkeby:
Ziegelsteinplastik

Per Kirkeby; Ziegelsteinplastik, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2017)

Daten zum Werk

Per Kirkeby: Ziegelsteinplastik (Ziegel, Zement, 1986).
Skulpturengarten der Kunsthalle, Düsternbrooker Weg 1, 24105 Kiel.

Beschreibung

Der dänische Bildhauer Per Kirkeby schuf in der Formensprache und mit den Materialien traditioneller Architektur eine ganze Reihe von eigenständigen Skulpturen, die heute an vielen Orten zu finden sind. Indem er die Elemente aufgreift und in neue Zusammenhänge bringt, löst er sie von ihrer ursprünglichen Bedeutung und regt den Betrachter zur Auseinandersetzung an.

Die flache Ziegelsteinplastik mit einem Grundriss von etwa fünf mal fünf Metern im Park neben der Kunsthalle zu Kiel spielt mit dem Vokabular der regionalen Backsteinarchitektur. Aus gleichförmigen und gleichfarbigen Ziegelsteinen schuf er eine Skulptur mit einfacher Grundform, die aber in den Details reich strukturiert ist. Vor- und Rücksprünge, Bögen und Hohlräume kennzeichnen das Kunstwerk.

Künstler/in

Per Kirkeby wurde am 1. September 1938 in Kopenhagen geboren. Als promovierter Geologe mit Studium an der Universität in Kopenhagen 1957–1964, wurde er aber vor allem als Maler, Bildhauer, Architekt und Dichter berühmt. 1962 trat er der avantgardistischen Künstlergruppe „Den Eksperimenterende Kunstskole“ bei. 1965–1968 bekam er ein Stipendium an der „State Art Foundation“. Inspiriert aus der Happening Szene der 1968er Jahre, entstand sein erster Kurzfilm, dem in Folge der Jahre 23 weitere folgten. Das war auch die Zeit, in der er sich von der zeitgenössischen Kunstszene der Popart der informellen Malerei der 1950er Jahre zuwendete. Ab 1973 beschäftigte er sich vermehrt mit Backsteinbauten im Außenbereich und erweiterte sein künstlerisches Spektrum ab den 1980er Jahren um Malerei und Bronzeskulpturen. Zusätzlich zu Ausstellungen in Dänemark und Deutschland sind seine Werke in öffentlichen Sammlungen vertreten. 1978–2000 hatte er Professuren in Staatlichen Akademie Karlsruhe und an der Städelschule Frankfurt, war Teilnehmer der documenta VII (1982) und IX (1992) in Kassel sowie mehrfach der Biennale in Venedig. Er lebte und arbeitete in Kopenhagen, Frankfurt, auf der Insel Laesö und im italienischen Arnasco. Am 9. Mai 2018 starb er in Kopenhagen.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

Galerie

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