Rémy Zaugg:
Kanäle Himmel Eisenbahnbrücke … 

Rémy Zaugg: Kanäle Himmel Eisenbahnbrücke … , (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2018)

Daten zum Werk

Rémy Zaugg: Kanäle Himmel Eisenbahnbrücke … (Leuchtkästen in Letternform, 1992)
Altländer Straße, Oberhafenbrücke, 20095 Hamburg (Hamburg-Altstadt)

Beschreibung

Die Installation des Schweizer Konzeptkünstlers Rémy Zaugg an der Hamburger Oberhafenbrücke ist eigentlich ganz einfach: Acht Wörter prangen in weißen Großbuchstaben entlang der Brücke. Doch das eigentliche Kunstwerk sind die Assoziationen, die diese Wörter in der vorhandenen Umgebung beim Betrachter auslösen. Zu lesen sind der Reihe nach die folgenden Begriffe: KANÄLEHIMMELEISENBAHNBRÜCKEWINDSCHIFFELAGERHÄUSERWOLKENHAFENKRÄNE. Die dazu gehörende Szenerie zeigt sich allerdings nur in der Fantasie, denn der Blick vor Ort offenbart nur ein Fragment davon. Damit ruft der Künstler zum Nachdenken darüber auf, wie unsere Wahrnehmung eigentlich funktioniert und von welchen Faktoren sie beeinflusst wird.

Künstler/in

Rémy Zaugg wurde am 11. Januar 1943 in Courgenay, Jura, Schweiz geboren. Seit 1972 stellte er in einer Vielzahl von Einzel- und Gruppenausstellungen in Galerien und Museen u.a. in der Schweiz, in Holland, Frankreich, Portugal, Australien, USA, Schweden und Deutschland aus. Die Frage nach der Wahrnehmung ist das Leitmotiv im Schaffen des Malers und Konzeptkünstlers. Wie funktioniert ein Gemälde? Was ist real auf der Leinwand und was passiert in der Vorstellung des Betrachters? Einige seiner Bücher in der theoretischen Auseinandersetzung der Kunst wie „Das Kunstmuseum, das ich mir erträume“ oder „Der Ort des Werkes und des Menschen“ (1987) gehören heute zu Standardtexte für Kunstkenner, Kunsthistoriker und Kunstschaffende. 1970 und 1971 erhielt er das Eidgenössische Kunststipendium. 1990 erhielt er den Kunstpreis der Stadt Basel. Er schuf Gemälde, Arbeiten auf Papier, Skulpturen im öffentlichen Raum. Der Schweizer Maler und Konzeptkünstler war gleichzeitig ein bekannter Ausstellungsmacher, u.a. mit der Alberto-Giacometti-Retrospektive 1991 in Paris. Er starb am 23.August 2005 in Arlesheim, Schweiz.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Galerie

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