Rudolf Siemering und Heinrich Moldenschardt: Kriegerdenkmal

Rudolf Siemering und Heinrich Moldenschardt: Kriegerdenkmal, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Rudolf Siemering und Heinrich Moldenschardt: Kriegerdenkmal (Sandstein, Bronze, 1879/1905).
Schlossgarten, 24103 Kiel.

Beschreibung

Das monumentale Denkmal im Kieler Schlossgarten erinnert an die Kriege im Vorfeld der Reichsgründung Deutschlands 1871. Wie auf einer großen, halbrunden Bühne aus Sandstein zeigen dort zwei Bronzereliefs mit realistisch geformten Figurengruppen Szenen aus dieser Zeit. Doch sind hier nicht, wie damals oft üblich, kriegerische Szenen zu sehen, sondern stattdessen die Vorbereitungen in der Heimat. Anhand der Abschiedsszenen im Familienkreis soll verdeutlicht werden, welch große Opfer für die Einheit des Landes gebracht wurden und dass es eine Ehre sei, hierfür zu kämpfen. Die Szenen des Abschieds rühren an, zeigen jedoch nicht die Schrecken des Kriegs – ein geschickter künstlerischer Schachzug.

Künstler/in

Heinrich Moldenschardt wurde 1839 in Fiefbergen in der Probstei geboren. Ab 1856 studierte er Baukunst am Hannoveraner Polytechnikum, dann bei Gottfried Semper in Zürich. 1867 ließ er sich in Kiel nieder, wo er bis zu seinem Tod 1891 als selbständiger Architekt wirkte. Er entwarf das Taulow-Museum, die Howaldt’sche Metallgießerei sowie Villen und Innenausstattungen.

Rudolf Siemering wurde 1835 in Köngisberg geboren und besuchte dort die Kunstakademie. Später studierte er bei Gustav Blaeser an der Berliner Akademie. Von Rudolf Siemering stammen zahlreiche plastische Monumentalwerke des 19. Jahrhunderts, darunter das George-Washington-Monument in Philadelphia. Er starb 1905 in Berlin.

Galerie

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