Siegfried Assmann:
Denkmal für Henry Dunant

Siegfried Assmann: Henry-Durant-Denkma, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Siegfried Assmann: Denkmal für Henry Dunant (Bronze, Beton, 1963, Höhe ca. 1,5 m)
Lorentzendamm/Blocksbergtreppe, 24103 Kiel

Beschreibung

Am Blocksberg nördlich des Kleinen Kiel ist der Sitz des Landesverbandes des Deutschen Roten Kreuzes. Am Ende der Blocksbergtreppe, die von dort zum Lorentzendamm und zum Gewässer führt, erinnert ein Bronzerelief an den Schweizer Henry Dunant (1828–1910), der das Rote Kreuz 1863 in Genf gründet und 1901 gemeinsam mit Frédéric Passy den Friedensnobelpreis erhält. Anlässlich des 100. Jahrestages der Gründung initiiert der Landesverband 1963 die Errichtung eines Denkmals. Den Auftrag erhält der Bildhauer Siegfried Assmann. Er gestaltet ein kreisrundes Bronzerelief mit einem Durchmesser von 1,5 Metern, das auf einem Block aus Waschbeton seitlich der Treppe montiert wird. Das Relief zeigt vier Gruppen von Menschen, die auf der Fläche so angeordnet sind, dass sie die Form eines Kreuzes ergeben und damit das Signet des Verbandes nachbilden. Jede der vier Gruppen ist damit beschäftigt, verletzte Personen zu bergen. Dies erinnert an die Schlacht von Solferino im Jahr 1859, die Henry Dunant zur Gründung des Roten Kreuzes veranlasst. Diese Schlacht während des Krieges zwischen dem Kaisertum Österreich und dem Königreich Piemont-Sardinien kostet innerhalb eines Tages rund 6.000 Soldaten das Leben. Professionelle Hilfe für die Verwundeten fehlt an allen Ecken, doch Freiwillige versorgen alle Verletzten ungeachtet der Nationalität.

Künstler/in

Siegfried Assmann wurde 1925 in Kirchplatz, Provinz Posen geboren. Er studierte ab 1947 an der Landeskunstschule in Hamburg und begann seine künstlerische Karriere 1951. Schnell machte er sich einen Namen als Glasmaler und Bildhauer. Anfang der 1960er Jahre verlagerte sich seine Tätigkeit zunehmend auf den Bereich der Plastik. Dem Ehrenmal in Gudendorf/Dithmarschen folgten Mahnmale in Husum, Heide und Geesthacht sowie zahlreiche Bronzen für öffentliche und private Bauten. Bei dem Bau seiner Segelyacht in GFK kam ihm die Idee der Synthese aus Malerei und Bildhauerei. Ungewöhnliche, farbige Skulpturen entstanden in dem damals bewunderten neuen Material. Im Kloster Nütschau fand die Verbindung von dem lichtdurchfluteten Apolit der himmlischen Heerscharen flankiert durch die Farbigkeit der abstrakten Bleiverglasung einen Höhepunkt im Schaffen. Insgesamt schuf er bis heute schon mehr als 1.000 Arbeiten. Seit langem lebt und arbeitet er in seinem Atelier in Großhansdorf.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Galerie

(Bilder anklicken für Großansicht)