Siegfried Assmann: Mahnmal für die Opfer aller Kriege

Siegfried Assmann und Hans-Jochem Feddersen: Mahnmal für die Opfer aller Kriege, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Siegfried Assmann: Mahnmal für die Opfer aller Kriege (1963).
Schlosspark, 25813 Husum.

Beschreibung

Das sehr expressive Kunstwerk besteht aus einem Sockel, der zu zerbersten und zersplittern scheint, mit drei verstümmelten, verrenkt liegenden und halb verschütteten Leibern. Darüber kniet eine weitere Person mit gesenktem Kopf, den linken Arm flehend und abwehrend in die Luft gestreckt. Das Mahnmal für die Opfer aller Kriege wurde vom Bildhauer Siegfried Assmann gefertigt und am Volkstrauertag 1963 eingeweiht. Bei der Einweihung lobte Propst Petersen den Mut, sich von den bis dahin üblichen Denkmalen formal zu lösen und zu provozieren.

Künstler/in

Siegfried Assmann wurde 1925 in Kirchplatz, Provinz Posen geboren. Er studierte ab 1947 an der Landeskunstschule in Hamburg und begann seine künstlerische Karriere 1951. Schnell machte er sich einen Namen als Glasmaler und Bildhauer. Anfang der 1960er Jahre verlagerte sich seine Tätigkeit zunehmend auf den Bereich der Plastik. Dem Ehrenmal in Gudendorf/Ditmarschen folgten Mahnmale in Husum, Heide und Geesthacht sowie zahlreiche Bronzen für öffentliche und privat Bauten. Bei dem Bau seiner Segelyacht in GFK kam Ihm die Idee der Synthese aus Malerei und Bildhauerei. Ungewöhnliche, farbige Skulpturen entstanden in dem damals bewunderten neuen Material. Im Kloster Nütschau fand die Verbindung von dem lichtdurchfluteten Apolit der himmlischen Heerscharen flankiert durch die Farbigkeit der abstrakten Bleiverglasung einen Höhepunkt im Schaffen. Seit langem lebt und arbeitet er in seinem Atelier in Großhansdorf. Weitere Informationen (extern): Arbeiten von Siegfried Assmann (Flickr)

Galerie

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