Ursula Hensel-Krüger: Mädchenreigen

Ursula Hensel-Krüger: Mädchenreigen, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Ursula Hensel-Krüger: Mädchenreigen, (Bronze, 1958).
Käthe-Kollwitz-Schule, Harmsstraße 117, 24114 Kiel.

Beschreibung

Auf einer kreisrunden Grundfläche stehen drei jungen Frauen in langen Kleidern und mit fröhlichen Gesichtern. Sie halten einander an Händen und tanzen Rücken an Rücken. Die nur rund 40 Zentimeter hohe Bronzeskulptur krönt eine Brunnenanlage auf dem Schulhof der Käthe-Kollwitz-Schule und strahlt eine große Leichtigkeit und Unbeschwertheit aus. Die weichen und fließenden Formen der Kleider, die schmalen Silhouetten der Frauen und die dynamischen bewegten Körper ergeben ein Bild, das bei jeder Änderung des Standortes des Betrachters lebendig zu werden scheint. Beim Umschreiten der Skulptur ergeben sich ständig neue Überschneidungen und Durchblicke.

Künstler/in

Ursula Hensel-Krüger wurde am 26. Juni 1925 in Hamburg geboren. Die ersten zehn Jahre ihrer Kindheit lebte sie in den Vereinigten Staaten. Den Zweiten Weltkrieg verbrachte sie in Kiel und arbeitete dort als Kindergärtnerin. Anschließend begann sie ihr Kunststudium, überwiegend autodidaktisch. 1950 besuchte sie als Gast die Stuttgarter Kunstakademie. 1951 studierte sie ein Jahr lang in Mailand, Florenz und an der Accademia in Rom. 1956 stellte sie ihre ersten Plastiken aus. Mit den Mitteln eines einjährigen Landesstipendiums studierte sie dann in Paris und Italien. Auch Reisen nach Mittel- und Südamerika und nach Russland folgten später. Seit 1963 lebte und arbeitete Ursula Hensel-Krüger in Westerland/Sylt und erhielt zahlreiche öffentliche Aufträge. Mit ihren Plastiken wollte sie Optimismus und Freude ausstrahlen und ein Gegengewicht zum harten Alltag aufzeigen. 1983 beendete sie ihre bildhauerische Tätigkeit. Sie nahm sich am 25. Februar 1992 in Westerland das Leben.

Galerie

(Bilder anklicken für Großansicht)