Volker Heidemann: Zehn Hufen

Volker Heidemann: Zehn Hufen, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2017)

Daten zum Werk

Volker Heidemann: Zehn Hufen (Edelstahl, 2011)
Schulstraße / Dorfstraße, 24582 Wattenbek

Beschreibung

Das ehemalige Bauerndorf Wattenbek hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert und ist heute mit der Nachbargemeine Bordesholm räumlich eng verwoben. Der historische Dorfplatz mit seinem keilförmigen Zuschnitt weist wie ein Pfeil in Richtung des bäuerlichen Ursprungs. Dort, im Süden des Ortes, befanden sich zehn Bauernhöfe, Hufen genannt. Für diesen Dorfplatz gestaltete der Bildhauer Volker Heidemann am Ort einer stillgelegten Brunnenanlage eine Skulptur, die der historischen Bedeutung gerecht werden sollte.

Das Pflugschar mit seiner markanten und ästhetischen Form diente dabei als Grundlage. Der Künstler formte zehn solcher Pflugschare aus Edelstahl und ordnete sie nach geometrischen Regeln an, so dass ein grafisches Muster entstand. Die gebogene Form der einzelnen Elemente bricht das einfallende Licht und sorgt damit je nach Wetter und Tageszeit für wechselnde Reflexionen. Das grafische Muster erinnert an die Blätter eines Baumes, wodurch ein zusätzlicher Bezug zur Landwirtschaft entsteht.

Künstler/in

Volker Heidemann wurde 1937 in Solingen geboren. In Köln absolvierte er ein Studium zum Kunsterzieher. Er spezialisierte sich auf Holzskulpturen und fertigte seit 1960 abstrakte und gegenständliche Arbeiten, daneben auch Musikinstrumente sowie Objekte aus Schrott und Fundstücken. 1971–1991 lehrte er Plastisches Gestalten in Holz an der Universität Köln. Bis 2000 war er zugleich auch als Lehrer im Schuldienst tätig und leitete Holzbildhauerkurse an der Kölner Volkshochschule. Seit 2000 lebt er in Wattenbek.

Galerie

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