Waldemar Otto:
Heine-Denkmal

Waldemar Otto: Heine-Denkmal, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2018)

Daten zum Werk

Waldemar Otto: Heine-Denkmal (Bronze, 1982)
Rathausmarkt, 20095 Hamburg (Neustadt)

Beschreibung

Das Denkmal für Heinrich Heine (1797–1856) auf dem Hamburger Rathausmarkt ist kein strahlendes Abbild des Lyrikers, wie man es in früheren Zeiten erstellt hätte, weder ein heroisches Standbild noch eine prächtige Büste. Stattdessen zeigt der Bildhauer Waldemar Otto einen in sich gekehrten Menschen im langen Mantel, die Arme verschränkt, den Kopf nach unten abgestützt und auch die Beine haben keinen sicheren Stand. Es wird deutlich, dass dieser Mensch nicht jedermann gefallen will und seinen eigenen Weg geht.

Heinrich Heine war Zeit seines Lebens und auch über seinen Tod hinaus umstritten, sowohl wegen seiner Äußerungen als auch wegen seiner jüdischen Herkunft. Man tat sich lange Zeit schwer damit, den Dichter zu ehren, erst Recht während des Nationalsozialismus. Damals wurden gar seine Bücher verbrannt und Denkmäler zerstört. Vier Bronzereliefs und erläuternde Texte am Sockel stellen die gespaltene öffentliche Wirkung und Wahrnehmung dar.

Künstler/in

Waldemar Otto wurde am 30. März 1929 in Petrikau/Polen geboren. 1948 begann er an der Berliner Hochschule für bildende Künste ein Studium der Bildhauerei. 1952–1954 war er Meisterschüler bei Alexander Gonda. Nach einem Studienjahr in Florenz, ermöglicht durch ein Stipendium des DAAD, begann er 1955 seine freischaffende Tätigkeit in Berlin. International wurde Waldemar Otto durch verschiedene Auszeichnungen, Arbeitsaufenthalte und Ausstellungen bekannt, darunter 1957 der Preis der Großen Berliner Kunstausstellung und 1960 der Berliner Kunstpreis Junge Generation. 1981 war er Ehrengast in der Villa Massimo in Rom. 2000 erhielt er den Prix Florence Gold in Monaco. Er lebt und arbeitet im Künstlerdorf Worpswede.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Galerie

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