Wieland Förster: Daphne I

Wieland Förster: Daphne I, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2016)

Daten zum Werk

Wieland Förster: Daphne I (Bronze, 1996, aufgestellt 2016, Höhe 175 cm).
Barockgarten Schloss Gottorf, 24837 Schleswig.

Beschreibung

Die Bronzeplastik „Große Daphne I“ von Bildhauer Wieland Förster wurde von der griechischen Mythologie inspiriert. Die Jägerin Daphne schützt sich vor den Zudringlichkeiten des Gottes Apollon, indem sie sich in einen Lorbeerbaum verwandelt. Der Künstler hat die zeitliche Abfolge der Verwandlung innerhalb einer einzigen Figur so verdichtet, dass der abstrakte Torso gleichzeitig Elemente des sich auflösenden Frauenkörpers als auch solche des entstehenden Baumes enthält. Die Plastik löst sich damit vom reinen Abbild der Erzählung und zeigt den Torso als eine eigenständige und sehr kraftvolle Form.

Künstler/in

Wieland Förster wurde am 12. Februar 1930 in Dresden geboren. Nach einer Lehre als technischer Zeichner studierte er 1953–1959 Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Walter Arnold. 1959–1961 war er Meisterschüler bei Fritz Cremer an der Deutschen Akademie der Künste in Berlin. 1968–1973 erhielt er in der DDR Ausstellungs- und Publikationsverbot für seine an der „klassischen Moderne“ orientierte Kunst. Ab 1974 war er Mitglied der Akademie der Künste der DDR, deren Vizepräsident er 1979–1990 war. 1986 nahm er an der Biennale in Venedig teil. Sowohl in der DDR als auch im vereinten Deutschland wurde er vielfach ausgezeichnet. 2001 stiftete er der Staatlichen Kunstsammlung Dresden 58 Plastiken. Heute lebt er bei Oranienburg in Brandenburg und ist überwiegend als Schriftsteller tätig.

Galerie

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