Ernst Barlach:
Hamburger Ehrenmal

Ernst Barlach: Ehrenmal, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2018)

Daten zum Werk

Ernst Barlach: Denkmal für die Gefallenen beider Weltkriege (Stein, 1931, 21 Meter hoch)
Rathausmarkt / Kleine Alster, 20095 Hamburg (Neustadt)

Beschreibung

Eines der bekanntesten und meistfotografierten Denkmäler in Hamburg steht an der Schleusenbrücke in unmittelbarer Nähe zum Rathausmarkt. Es ist ein betont schlicht gehaltenes, 21 Meter hohes Monument in Form einer Stele mit Relief und Inschrift und erinnert an die Opfer des Ersten und des Zweiten Weltkrieges. Der Bildhauer Ernst Barlach beteiligte sich 1929 am ausgeschriebenen Wettbewerb, bekam aber unter fast 150 Einsendungen nicht den Zuschlag. Der Oberbaudirektor Fritz Schumacher überredete anschließend den Wettbewerbsgewinner, den Hamburger Architekten Klaus Hoffmann, zur Zusammenarbeit mit Ernst Barlach.

Auf der südwestlichen Seite der Stele steht in Großbuchstaben: „Vierzig Tausend Söhne der Stadt liessen ihr Leben für euch 1914-1918“. Auf der nordöstlichen Seite mit Blick auf das Rathaus im Hintergrund zeigt die Stele das Relief einer trauernden Mutter mit Kind. Bei der Einweihung im Sommer 1931 wurde kritisiert, dass das Monument Trauer und Schmerz zu deutlich zeige. 1938 wurde es durch die Nationalsozialisten zerstört und erst nach dem Krieg durch den Steinmetz Friedrich Bursch rekonstruiert. Es wurde umgewidmet und erinnert seitdem an die Opfer beider Weltkriege.

Künstler/in

Ernst Barlach wurde am 2. Januar 1870 in Wedel geboren. Einen Großteil seiner Kindheit verbrachte er in Ratzeburg. 1888–1891 studierte er an der Kunstgewerbeschule Hamburg, danach bis 1895 an der Kunstakademie in Dresden. Ab 1897 war er als freischaffender Künstler tätig. Die Einflüsse einer Reise nach Russland 1906 beeinflussten sein weiteres Werk. Ab 1910 nahm er regelmäßig an Ausstellungen der Berliner Secession, des Sonderbundes und beim Kunstsammler Paul Cassirer in Berlin teil. In diesem Jahr zog er auch nach Güstrow in Mecklenburg. Seine Werke umfassen vor allem Holzplastiken und Bronzen, aber auch Druckgrafiken, Zeichnungen und Literatur. Im Jahre 1937 wurden alle Werke Barlachs als entartet gekennzeichnet und aus den deutschen Museen entfernt. Werke des Künstlers werden u. a. in Güstrow, Ratzeburg und Hamburg ausgestellt. Ernst Barlach starb am 24. Oktober 1938 in Rostock an einem Herzinfarkt.

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Galerie

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