Hildegund Schuster:
Wandbild

Hildegund Schuster: Wandbild, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2018)

Daten zum Werk

Hildegund Schuster: Wandbild (Wandbild, 2014)
Repsoldstraße 1, 20097 Hamburg (St. Georg)

Beschreibung

Im Jahr 1869 gab es einen neunwöchigen Streik an der Lauensteinschen Waggonfabrik in Hamburg, nachdem die Löhne um 25 Prozent gekürzt worden waren. Anfangs beteiligten sich 1.400 Mitarbeiter, doch als später mit Streikbrechern die Produktion wieder aufgenommen wurde, kam es zum Aufruhr. Bei einem Sturm auf die Fabrik wurde das gesamte Inventar zerstört, auch ein Mitarbeiter wurde erschossen. Nach diesem Ereignis musste die Firma Konkurs anmelden. Am damaligen Standort in der Repsoldstraße befindet sich heute der westliche Anbau des Gewerkschaftshauses. Die Künstlerin Hildegund Schuster erstellte dort ein großes Wandbild, das an die einstigen Ereignisse erinnert.

Künstler/in

Hildegund Schuster wurde 1954 in Peine geboren und lebt seit 1959 in Hamburg. Von 1978–1983 studiert sie an der Fachhochschule Hamburg, Fachbereich Gestaltung bei Friedrich Einhoff und Gisela Bührmann mit Abschluss Diplom Designerin. Anschließend studiert sie noch einige Semester Kunstgeschichte. Seit 1984 ist sie freiberuflich tätig in künstlerischen und kunstvermittelnden Bereichen. Dabei konzentriert sie sich auf Wandmalerei – mehrheitlich im öffentlichen Raum – aber auch privat, schon seit Anbeginn ihres Studiums. Wandmalerei ist auch das Thema ihres Examens. Sie arbeitete aktiv in einem Langzeitprojekt mit Wandgemälden zum Thema „Frauenarbeit im Hamburger Hafen“, hatte einen Lehrauftrag für Kunst und Werken und war Kursleiterin in Bürgerhäusern, an der Volkshochschule und in der Museumspädagogik der Hamburger Kunsthalle. Sie lebt und arbeitet in Hamburg.

Galerie

(Bilder anklicken für Großansicht)