Jan Koblasa:
Balance

Jan Koblasa: Balance, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Jan Koblasa: Balance (Diabas, 1988).
Berufliche Schulen Gaarden, Geschwister-Scholl-Straße 9, 24143 Kiel.

Beschreibung

Statiker werden ihre Freude an der monumentalen und strengen Skulptur haben, die trotz der Schwere des Materials leicht wirkt und in perfekter Balance verharrt. Die vierteilige Arbeit verteilt das Gewicht der Lasten so, dass das große, waagerechte Element von den drei übrigen Teilen in einem Schwebezustand gehalten wird.

Die aus diesem Gleichgewicht entstandene Figur strahlt eine archaische Kraft aus und erinnert in ihrer klaren Struktur sowohl an reduzierte Schriftzeichen oder Symbole, als auch an die Gestaltung kultischer Stätten. Die Skulptur spielt mit der rohen Ausstrahlung des Materials und der unterschiedlichen Bearbeitung der Oberflächen. Einige Teile sind glänzend poliert und haben einen dunkleren Farbton als die roh belassenen Teile.

Künstler/in

Jan Koblasa wurde am 5. Oktober 1932 im tschechischen Tabor geboren. Er studierte 1952–1958 an der Akademie der Bildenden Künste in Prag. Nach dem Scheitern des „Prager Frühlings“ 1968 floh er über Mailand nach Nordeutschland. An der Muthesius-Schule in Kiel begründete er 1969 die Bildhauerklasse, die er bis 1998 leitete. 1995 war er Gast der Deutschen Akademie Villa Massimo, Rom. 2002–2005 war er Professor für Bildhauerei an der Prager Akademie der Bildenden Künste. Seit 1958 war er an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland beteiligt und nahm an internationalen Symposien und Reisen teil. Viele seiner oft politisch oder religiös motivierten Arbeiten finden sich in Kiel und in in vielen öffentlichen und privaten Sammlungen in Europa, Amerika, Asien und Afrika, darunter mehr als 30 Museen und Sammlungen. Am 3. Oktober 2017 starb Jan Koblasa in Hamburg.

Weitere Informationen (extern):Wikipedia

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Galerie

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