Manfred Sihle-Wissel:
Stele

Manfred Sihle-Wissel: Stele, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2018)

Daten zum Werk

Manfred Sihle-Wissel: Stele (Eichenbalken)
Jürgen-Fuhlendorf-Schule, Düsternhoop 48, 24576 Bad Bramstedt

Beschreibung

Auf dem Schulhof der Jürgen-Fuhlendorf-Schule steht eine hohe Stele, die von den Schülern „Marterpfahl“ getauft wurde. Eine Ähnlichkeit ist durchaus vorhanden, denn auch dieser Pfahl aus Eichenholz ist verziert. Doch während die Pfähle der Indianer oft reichhaltig mit Figuren und Symbolen versehen waren, wählte der Bildhauer Manfred Sihle-Wissel eine abstrakte und reduzierte Formensprache. Er strukturierte den Balken durch Einkerbungen und Ausbuchtungen, sodass eine lebhaft gegliederte und abwechslungsreiche Oberfläche entstand.

Stelen mit ihrer schmalen und hoch aufragenden Form sind seit jeher eine besondere Herausforderung für Künstler. Durch die große Höhe und den geringen Flächenbedarf ergeben sich vielfältige Möglichkeiten im Umgang mit Form, Farbe und Material. Die Ausprägungen reichen von klar und minimalistisch bis zu verspielten und reich strukturierten Gebilden. Eine umfangreiche Übersicht findet sich u.a. auf der Website www.welt-der-form.net.

Künstler/in

Manfred Sihle-Wissel wurde 1934 in Tallinn/Estland geboren. 1945 floh er nach Hamburg, wo er 1954–1959 an der Hochschule für Bildende Künste bei Edwin Scharff und Hans Martin Ruwoldt studierte. Seit 1981 wohnt und arbeitet er in Brammer bei Rendsburg. 1987 erhielt er den Kunstpreis der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft. Seine kantigen und klaren Plastiken und Objekte sind in vielen Städten zu sehen. Auch als Maler ist er weit über Norddeutschland hinaus bekannt. Neben vielen abstrakten Objekten schuf der Bildhauer in den letzten Jahren auch zahlreiche Porträts.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Galerie

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