Pierre Schumann: Freiplastik

Pierre Schumann: Freiplastik, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen)

Daten zum Werk

Pierre Schumann: Freiplastik (Stahl, 1976).
Fachhochschule Lübeck, Stephensonstraße 3, 23562 Lübeck. 

Beschreibung

In einem gedachten Raum wirbeln kleine, eckige Stahlbleche munter durcheinander. Der Raum wird gebildet von einigen zu Kreissegmenten gebogenen Stahlrohren, die der Betrachter in seiner Vorstellung zu einem kugelförmigen Raum vervollständigt. Im unteren Bereich der gedachten Kugel finden sich die kleinen Bleche, die in alle Richtungen gegeneinander stoßen. Gehalten wird die Konstruktion von drei Trägern, die auf einem Sockel montiert sind und über die Kugel hinaus nach oben weisen.

Die Freiplastik ist ein Spiel aus geometrischen Elementen und der Vorstellung des Betrachters. Die Bögen und Winkel hat Bildhauer Pierre Schumann kunstvoll so miteinander verknüpft, dass die Bewegung der wirbelnden Bleche und die statische Ruhe der offenen Kugel einen spannenden Kontrast bilden.

Künstler/in

Pierre Schumann wurde 1917 als Hans-Adolf Peter Schumann in Heide/Dithmarschen geboren. Er lernte den Beruf des Steinmetzes und studierte ab 1947 an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg bei Edwin Scharff und ab 1950 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart bei Otto Baum. 1967 erhielt seine Madonna Nera den 1. Preis der Internationalen Biennale von Carrara. Er galt als einer der bedeutendsten Künstler des Landes und war ein international geschätzter Bildhauer der Klassischen Moderne. Sein bevorzugtes Arbeitsmaterial war Marmor, wobei viele Arbeiten auch in Bronze umgesetzt wurden. Sein wesentliches Schaffensprinzip waren die Reduktion und das Gleichgewicht zwischen Masse und Leere. 2007 erhielt er den Norddeutschen Kulturpreis. Pierre Schumann starb 2011 in Eutin.

Galerie

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