Rolandfigur in Bad Bramstedt

Rolandfigur in Bad Bramstedt, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2017)

Daten zum Werk

Roland-Figur in Bad Bramstedt (Oberkirchener Sandstein).
Bleek, 24576 Bad Bramstedt.

Beschreibung

Der bisher älteste bekannte urkundliche Hinweis befindet sich in einer Urkunde aus dem Jahre 1569 und belegt eine Rolandsfigur um 1531/32. Danach wird der Roland einige Male erwähnt (Ortsangabe, Neuerrichtung, Neubemalung), beschrieben wird er nicht. Diese ersten Rolande bestanden aus Holz und mussten mehrmals ersetzt werden. Der Chronist Danckwerth (1605–1672) vermutete, dass der hiesige Roland zu Ehren eines lokalen Helden, nämlich Gerhard des III. (der Große) zu Rendsburg  errichtet wurde, der 1317 die Schlacht auf dem Strietkamp bei Bramstedt führte. Der heutige Roland wurde am 22. September 1693 errichtet und besteht aus Oberkirchener Sandstein. Ein Reisender erwähnt, dass er nach dem Vorbild des hölzernen Rolands gefertigt wurde. Von diesem steinernen Roland gibt es Zeichnungen aus der Mitte des 18. und dem Anfang des 19. Jahrhunderts.

Im Winter 1813/14 stürzte der Roland in Kriegswirren. Erst 1827 wurde er in der jetzigen Form durch den Steinhauer Klimesch aus Altona restauriert und wieder aufgestellt. Im Ergebnis war es jedoch der steinerne Roland von 1693 in der Uniform eines römischen Kriegers. Es sei noch erwähnt, dass der Roland 1878 in das Wappen und Siegel der Stadt Bad Bramstedt  nach einem Entwurf des Kielers Dr. Hans Weißenbach aufgenommen wurde. Die Firma Kolbe (Itzehoe) restaurierte 1965 den Roland in ihrer Werkstatt. Davon gibt es zahlreiche Fotos.

Künstler/in

Künstler/in unbekannt

Galerie

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