Wilhelm Ohm:
Große Panthea

Wilhelm Ohm: Große Panthea, (Foto: KUNST@SH/Jan Petersen, 2018)

Daten zum Werk

Wilhelm Ohm: Große Panthea (Bronze mit schiefergrauer Patina, 185 cm, 1961/62)
Garten der Stiftung Ohm, Röntgenstraße 57, 22335 Hamburg (Fuhlsbüttel)

Beschreibung

In den Nachkriegsjahren wurde in Deutschland heftig über die Gegensätze zwischen figürlicher und abstrakter Kunst debattiert. Nachdem die Kriegsjahre gezeigt hatten, zu welchen dramatischen Zerstörungen die Menschen fähig und bereit waren, wandten sich viele Künstler von der Darstellung des Menschen in der Kunst ab und suchten ihren Ausdruck in abstrakten oder ungegenständlichen Werken. Die Große Panthea von Wilhelm Ohm ist zwar ungegenständlich und wirkt wie organisch gewachsen, erinnert mit ihren sanften Rundungen zugleich aber an einen weiblichen Torso. Damit vermittelt sie auf kraftvoll monumentale Weise zwischen den angeblich unversöhnlichen Widersprüchen.

Für die IGA in Hamburg 1962/63 schuf Wilhelm Ohm einen farbig gefassten Steinguss, der später im Hamburger Thörls Park aufgestellt wurde. Am Eingang zur Stiftung Ohm, wo auch der Nachlass des Künstlers betreut wird, steht ein großformatiger Bronzeguss der Arbeit mit schiefergrauer Patina, erstellt durch die Bildgießerei Richard Barth in Rinteln. 

Der Skulpturengarten der Stiftung Ohm ist vom Februar bis Mai und vom September bis Weihnachten samstags und sonntags sowie nach Vereinbarung kostenfrei zugänglich.

 

Künstler/in

Wilhelm Ohm wurde am 11. Januar 1905 in Stettin geboren. Er studierte 1923–1929 an der Werkkunstschule Stettin und anschließend an der TH Danzig, Wien und Berlin. 1923–1933 war er Mitglied des norddeutschen Künstlerbundes. Nach dem Studium war er als Architekt im Staatsdienst tätig. In der NS-Zeit stellte er nicht aus. 1940 begann er ein Studium der Bildhauerei und Wandmalerei an der Kunstakademie Berlin. 1940 wurde er an der TH Berlin zum Thema einer farbigen Neugestaltung von Städten habilitiert. Malerei und Architektur sollten zu einer Einheit verbunden werden. Auch während seiner Arbeit im Staatsdienst beschäftigte sich der Maler, Zeichner und Bildhauer kontinuierlich und aktiv schaffend mit der Kunst. Themen wie das Meer und die menschenleere Landschaft der Nordseeinseln, in Form von Öl-, Temparabildern und Pastellen, waren hier bestimmend. Sein Nachlass wurde im Rahmen der Stiftung Ohm nach seinem Tod in Hamburg für die Nachwelt festgehalten. Er starb am 5. Juli 1965 in Hamburg.

Weitere Informationen (extern):Website Wikipedia

Galerie

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